S
Solos
Guest
AW: Train hard, eat right, play to win!
jetzt aber!
mal so vorweg: wir werden hier zu keiner "lösung" kommen.
ich denke aber das hier einiges wertvolles in sachen trainingsplanung abfällt. in vielen pukten ähneln sich die systeme ja auch bzw. geht es auch um grundsätzlichkeiten. es ist und bleibt halt einfach nur sportliches training
ich nehme nur zu punkten wo ich einen widerspruch zu meinen standpunkten sehe bzw. die einen kommentar benötigen stellung. es bleibt dann übersichtlicher.
so eine "endlosschleife" ist eine schöne vorstellung. praktisch aber nicht umsetzbar, da grundlegende mechanismen der biologischen anpassung ignoriert werden.
von der daher ist die vorstellung das ganze jahr über in höchstform zu sein oder sich immer und stetig zu verbessernn genauso eine wunschvorstellung wie die in den abbildungen zur Jawkowlv`schen superkompensationstheorie noch immer dargestellte linear steigenden leistungsfähigkeit. das geht einfach nicht, biologische systeme funktionieren anders!
bei der verarbeitung der auf den organismus treffenden reize durchläuft dieser verschiedene phasen von unterschiedlicher dauer. erst nach durchlauf dieser phasen kommt es zum erreichen der nächsten adaptationsstufe, welche sich in einer höheren leistungsfähigkeit äußert. in der praxis heißt es dann häufig: "kraft kommt in schüben". und das trifft es ganz gut. ich würde dir in diesem zusammenhang empfehlen dich mit verschiedenen modellen zur anpassung zu beschäftigen. ad hoc fallen mir das modell zum "proteinverschleiß" von MADER oder die etwas mehr in richtung ausdauer gehenden modelle von NEUMAIER oder HOTTENROTT ein.
training muss sich natürlich an diesen biologischen gegebenheiten orientieren. phasen der adaptation (leistungsaufbau) müssen genauso enthalten seinwie phasen der stabilisation (leistungserhalt). selbst phasen der deaptation, also ein rückgang der leistungsfähigkeit, müssen bewusst in kauf genommen werden.
deine "endlosschleife" tut dies nicht!
man kann und darf bei diesen ganzen methoden, systemen und periodisierungsströmungen nie vergessen, dass wir uns an den gesetzen der adaptation orientieren müssen. ein stures durchziehen von methoden um der methoden willen ist nicht zielführend. das war in den anfängen der sportwissenschaft gang und gebe, mittlerweile hält die biologie zunehmend einfluss. und das ist gut so!
siehe zum teil oben.
außerdem frage ich mich, was du für eine vorstellung von blocktraining hast? du glaubst doch nicht im ernst, dass man z.b. in einem hypertrophie block nichts anderes macht?
klar, in solch einem block ist der akzent ganz klar muskelaufbau. das heißt aber nur, dass die diesbezüglichen inhalte im vordergrund stehen und die entsprechenden reize die gesetzt werden entwickeltendes niveaus besitzen, also stark überschwellig sind.
das heißt aber NICHT, dass andere inhalte wie beispielsweise schnelligkeit oder die zielsportart, gar keine beachtung finden! allerdings, und das ist der große unterschied zum konjugated/komplex, werden sie nur mit niveauerhaltenden reizen bedacht. im folgenden block stehen dann eben diese inhalte im vordergrund und werden mit entsprechend konzentrierten reizen aus basis der vorher gelegten fähigkeiten (z.b. maxkraft) entwickelt. im gegenzug rücken die im vorausgegangenen block im vordergrund gestandenen inhalte in den hintergrund und werden erhaltend trainiert. weiters plant man mit sogenannten residual-effekten oder auch rest effekten. jede fähigkeit hat nach komplettem absetzen der entwickelnden reize eine gewisse dauer in der sie sich erst ausprägt, kurz hält und dann erst deadaptiert. relativ kurze, hochintensive reize können dazu beitragen das einsetzen der deadaptation
rauszuzögern. im krafttraining kann man z.b. die belastung bis auf 1/3 kürzen und trotzdem die leistungsfähigkeit 6-8 wochen halten. in der praxis bedeutet das, das etwa 1 TE pro 7-10 tage ausreicht.
schau dir hierzu mal die artikel von ISSURIN in der Leistungssport an, gibt auch nen dicken Wälzer namens "Block Periodization" von ihm. vielleicht. hat eure Bib den.
variable reize ja, aber eben immer anderer wirkungsrichtung. die summieren sich ja nicht automatisch in die gewünschte richtung auf...das macht den vorteil eher zum nachteil.
wenn ich masse draufpacken will bringen mir die tausend anderen reize gar nichts, in der summe mache ich effektiv trotzdem nur einmal die woche oder so was für den querschnitt.
ne ne, nix zu sehr leichtathlet. hab schon ne vorstellung davon was spielsport ist...
klar kann man das. nicht jede woche, aber über gewisse zeiträume hinweg. du glaubst doch nicht das die bayern z.b. die ersten spieltage in denen noch keine englischen wochen sind ernst nehmen und in top-form sein wollen. da wird ran trainiert bis vor wichtige phasen (in denen vor lauter spielerei eh keine zeit ist was zu entwickeln) und dann wird die basis genutzt. kein team wird eine ganze saison über immer in top-form sein und sich entwickeln. aber genau das suggerierst du doch mit deinem system.
ich sag ja: in der off-season oder in unwichtigen phasen blockartig leistung aufbauen und diese dann in form von konjugierten training halten. wenn einmal eine form steht, dann reichen kurze blöcke um diese zu halten oder gar etwas zu pushen. stells dir wellenartig vor.
glaub ich nicht. ich bin in erster linie an effektivem training interessiert und habe beides aktiv betrieben: spielsport (fußball, volleyball, basketball) und individualsport.
ich dachte du warst/bist zwar der auslösre, aber eigentlich ist es eine grundsatzdiskussion.
will deine entwicklung auch nicht schlecht machen, denke aber das du weiter sein könntest. zu viel schnick-schnack gleichzeitig und sachen wie plyos zu früh eingestreut anstatt einfach mal eine solide basis aufzubauen. da wären wir wieder bei dem gleichzeitigen bau von dach und fundament
kein ding, das metier ist meine passion
und keine angst, ich halte dich nicht für blind oder dumm. nicht umsonst habe ich solche diskussionen ganz ganz selten in der forenwelt gehabt...
gruß
jetzt aber!
mal so vorweg: wir werden hier zu keiner "lösung" kommen.
ich denke aber das hier einiges wertvolles in sachen trainingsplanung abfällt. in vielen pukten ähneln sich die systeme ja auch bzw. geht es auch um grundsätzlichkeiten. es ist und bleibt halt einfach nur sportliches training
ich nehme nur zu punkten wo ich einen widerspruch zu meinen standpunkten sehe bzw. die einen kommentar benötigen stellung. es bleibt dann übersichtlicher.
Jetzt kommt aber mein ABER:
( .......) Mein Hybrid aus WS4SB und Westside sieht ja wie folgt aus (Max Effort): Innerhalb von 2-3 Wochen das 1RM eines Lifts um 2,5kg erhöhen, dann für 1-2 Zyklen (á 2-3 Wochen) eine andere, ähnliche Übung ausmaxen und dann wieder von vorne. Denkbar wäre Frontsquat, Boxsquat und meinetwegen Deadlift. Der Rest wird wie gesagt hypertrphielastig trainiert. Das ergibt dann im Idealfall eine Endlosschleife mit unterschiedlichen Reizen, innerhalb einer Woche, welche in den einzelnen Ausprägungen einem Blocktraining bestimmt nachsteht, aber in der Gesamtheit der Verbesserungen evtl besser aussieht.
so eine "endlosschleife" ist eine schöne vorstellung. praktisch aber nicht umsetzbar, da grundlegende mechanismen der biologischen anpassung ignoriert werden.
von der daher ist die vorstellung das ganze jahr über in höchstform zu sein oder sich immer und stetig zu verbessernn genauso eine wunschvorstellung wie die in den abbildungen zur Jawkowlv`schen superkompensationstheorie noch immer dargestellte linear steigenden leistungsfähigkeit. das geht einfach nicht, biologische systeme funktionieren anders!
bei der verarbeitung der auf den organismus treffenden reize durchläuft dieser verschiedene phasen von unterschiedlicher dauer. erst nach durchlauf dieser phasen kommt es zum erreichen der nächsten adaptationsstufe, welche sich in einer höheren leistungsfähigkeit äußert. in der praxis heißt es dann häufig: "kraft kommt in schüben". und das trifft es ganz gut. ich würde dir in diesem zusammenhang empfehlen dich mit verschiedenen modellen zur anpassung zu beschäftigen. ad hoc fallen mir das modell zum "proteinverschleiß" von MADER oder die etwas mehr in richtung ausdauer gehenden modelle von NEUMAIER oder HOTTENROTT ein.
training muss sich natürlich an diesen biologischen gegebenheiten orientieren. phasen der adaptation (leistungsaufbau) müssen genauso enthalten seinwie phasen der stabilisation (leistungserhalt). selbst phasen der deaptation, also ein rückgang der leistungsfähigkeit, müssen bewusst in kauf genommen werden.
deine "endlosschleife" tut dies nicht!
man kann und darf bei diesen ganzen methoden, systemen und periodisierungsströmungen nie vergessen, dass wir uns an den gesetzen der adaptation orientieren müssen. ein stures durchziehen von methoden um der methoden willen ist nicht zielführend. das war in den anfängen der sportwissenschaft gang und gebe, mittlerweile hält die biologie zunehmend einfluss. und das ist gut so!
Aber das ist ja die alte Diskussion, verlierst du während dem Blocktraining Effekte, welche du konjugativ weiter ausbauen kannst. Da nicht untersucht keine klare Antwort.
siehe zum teil oben.
außerdem frage ich mich, was du für eine vorstellung von blocktraining hast? du glaubst doch nicht im ernst, dass man z.b. in einem hypertrophie block nichts anderes macht?
klar, in solch einem block ist der akzent ganz klar muskelaufbau. das heißt aber nur, dass die diesbezüglichen inhalte im vordergrund stehen und die entsprechenden reize die gesetzt werden entwickeltendes niveaus besitzen, also stark überschwellig sind.
das heißt aber NICHT, dass andere inhalte wie beispielsweise schnelligkeit oder die zielsportart, gar keine beachtung finden! allerdings, und das ist der große unterschied zum konjugated/komplex, werden sie nur mit niveauerhaltenden reizen bedacht. im folgenden block stehen dann eben diese inhalte im vordergrund und werden mit entsprechend konzentrierten reizen aus basis der vorher gelegten fähigkeiten (z.b. maxkraft) entwickelt. im gegenzug rücken die im vorausgegangenen block im vordergrund gestandenen inhalte in den hintergrund und werden erhaltend trainiert. weiters plant man mit sogenannten residual-effekten oder auch rest effekten. jede fähigkeit hat nach komplettem absetzen der entwickelnden reize eine gewisse dauer in der sie sich erst ausprägt, kurz hält und dann erst deadaptiert. relativ kurze, hochintensive reize können dazu beitragen das einsetzen der deadaptation
rauszuzögern. im krafttraining kann man z.b. die belastung bis auf 1/3 kürzen und trotzdem die leistungsfähigkeit 6-8 wochen halten. in der praxis bedeutet das, das etwa 1 TE pro 7-10 tage ausreicht.
schau dir hierzu mal die artikel von ISSURIN in der Leistungssport an, gibt auch nen dicken Wälzer namens "Block Periodization" von ihm. vielleicht. hat eure Bib den.
Theoretisch liegt da ja gerade der VOrteil des konjugativen Systems, du hast IMMER einen variierenden Reiz, an den sich der Körper eigentlich NIE vollständig "gewöhnt". Dadurch sollten Plateaueffekte vermieden werden.
variable reize ja, aber eben immer anderer wirkungsrichtung. die summieren sich ja nicht automatisch in die gewünschte richtung auf...das macht den vorteil eher zum nachteil.
wenn ich masse draufpacken will bringen mir die tausend anderen reize gar nichts, in der summe mache ich effektiv trotzdem nur einmal die woche oder so was für den querschnitt.
Gerade auch durch die Variation in den einzelnen Übungen. Ergänzung zu oben, Mainlifts alle 2-3 Wochen, Nebenlifts alle 6-8 Wochen variieren. Und der angesprochene LVTE kann durchausso auftreten, aber ich glaube da bist du zu sehr Leichtathlet. Wer kann im Spielsport mit wöchentlichen Spielen schon mit einem LVTE planen?! Wie sollte das aussehen? Unmöglich! Für einzelne Events meinetwegen, aber nicht für eine laufende Saison!!!
ne ne, nix zu sehr leichtathlet. hab schon ne vorstellung davon was spielsport ist...
klar kann man das. nicht jede woche, aber über gewisse zeiträume hinweg. du glaubst doch nicht das die bayern z.b. die ersten spieltage in denen noch keine englischen wochen sind ernst nehmen und in top-form sein wollen. da wird ran trainiert bis vor wichtige phasen (in denen vor lauter spielerei eh keine zeit ist was zu entwickeln) und dann wird die basis genutzt. kein team wird eine ganze saison über immer in top-form sein und sich entwickeln. aber genau das suggerierst du doch mit deinem system.
ich sag ja: in der off-season oder in unwichtigen phasen blockartig leistung aufbauen und diese dann in form von konjugierten training halten. wenn einmal eine form steht, dann reichen kurze blöcke um diese zu halten oder gar etwas zu pushen. stells dir wellenartig vor.
Ich glaube es sind einfach die Unterschiedlichen Auffassungen von Spielsportlern und Individualsportlern, die hier zu tage kommen.
glaub ich nicht. ich bin in erster linie an effektivem training interessiert und habe beides aktiv betrieben: spielsport (fußball, volleyball, basketball) und individualsport.
Aber hier im Log bin ICH ja der Parameter und keine NFL Athleten oder Kugelstoßer. Und ich kann für mich sagen, dass ich zwar noch lange nicht da angekommen bin, wo ich eigentlich hin will. Aber ganz objektiv habe ich in der Liga (gut 4. Liga ist nicht gut, dafür war es mein erstes Spieljahr) dominiert. Ich habe auch Linebacker und Lineman umgehauen, ich habe teilweise ganze Flügel überrant (soll heißen ich musste außenrum laufen und war schneller als die Leute, die mich durch ne kürzere Strecke appassen hätten können) usw. Und das sind alles Dinge, die ich nicht aufgrund einer besseren Technik oder aufgrund von Erfahrung erzielen konnte. Es war einfach die Athletik. Und es gibt auch in der Liga viele, für die Football alles ist und die gut trainieren. In den Off-Seasons in Köln, 1. und 2. Mannschaft zusammen, war nur ein einziger Spieler schneller als ich, und der hat auch nach Westside trainiertAber alles kein adequater Vergleich. Für mich persönlich kann ich behaupten, dass ich durch 531 eine Kraftbasis gelegt habe, die sich nicht in Zahlen wiederspiegelt, aber in ner viel solideren Technik und einfach in der Athletik. Und ich bin krass gespannt, was ich jetzt durch Westside da wieder drauf setzen kann. Das letzte Jahr hat ja viele persönliche Erfahrungen gebracht! Ich glaube darauf kann ich jetzt erstmal aufbauen.
ich dachte du warst/bist zwar der auslösre, aber eigentlich ist es eine grundsatzdiskussion.
will deine entwicklung auch nicht schlecht machen, denke aber das du weiter sein könntest. zu viel schnick-schnack gleichzeitig und sachen wie plyos zu früh eingestreut anstatt einfach mal eine solide basis aufzubauen. da wären wir wieder bei dem gleichzeitigen bau von dach und fundament
Danke für deine Ausführung Solos, das kann gerne so weiter gehen. Aber denk nicht, ich würde das System blind verteidigen. Deine Argumente kommen schon bei mir an, und ich verstehe sie auch und finde sie nachvollziehbar. Aber meine Argumente verstehe ich auch und finde sie auch nachvollziehbar und die überwiegen einfach in meinem Kopf (momentan)...
kein ding, das metier ist meine passion

und keine angst, ich halte dich nicht für blind oder dumm. nicht umsonst habe ich solche diskussionen ganz ganz selten in der forenwelt gehabt...
gruß
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

, ein glück diskutieren wir übers internet.....
