AW: Train hard, eat right, play to win!
yeah, get the party started....
1. Das ich nichts ändern kann bezog sich auf deine Empfehlung des wöchentlichen Wechsels. Das Vereinstraining ist einfach die feste (leider) unbeeinflussbare Größe im Plan. Und Montag als einzige Möglichkeit ist auch richtig. Da wollte ich ja auch das Max Effort Training hinlegen, da mich die Conditioning EInheiten zur Zeit so fertig machen, dass an maximale Leistungen am nächsten Tag nicht zu denken ist! Das andere Problem ist, die beiden Beineinheiten (KRaft) nicht zu eng zusammen zu legen. Freitag wäre noch ein Tag fürs Beintraining, da bisher das DOnnerstagstraining nicht ganz so hart war. Dann hätte ich aber Freitags Maximalkraft und Montags quasi Schnelligkeit/Dynamic Effort. Und dann wieder 3 Tage frei dazwischen... Vielleicht sollte ich doch das Krafttraining anpassen. Was wäre denn davon zu halten forcierter auf Gewichtheberübungen in beiden Einheiten einzugehen als Schnelligkeits/Explosivkrafttraining?! Zumindest bis ich mich an das Conditioning adaptiert habe und es mich nicht mehr so mitnimmt. Evtl kann ich dann meine Trainingskapazität steigern...
klar kannst du an dem vorgegebenen ablauf wenig ändern, so meinte ich das nicht.
ich sehe jetzt nicht so das problem wenn du freitag maximalkraft beine machst und montags schnelligkeit. wenn du im IK bereich bleibst ists eh schnuppe da nach wenigen stunden die schnellkraftfähigkeit wiederhergestellt ist (bei richtigem IK training als 3x3 bei >90%) und selbst bei hypertrophie sind die dazwischen liegenden 72 std. ausreichend. du solltest nur nicht gerade einen extremen Hyp reiz setzen und alles was an intensitätstechnik zur verfügung steht plus MV nutzen.
2. Schmidtbleicher. Ich kenne die Aufteilung die du aufgeschrieben hast (welche er empfiehlt). GEnau so steht sie auch in seinem Skript. ABer auch genau darauf habe ich ihn gestern angesprochen. Ob Hypertrophiereize und Maximalkraftreize dnen nicht in der WOche vereinbar wären. Und er hat ganz klar damit geantwortet, dass ein Hypertrophiereiz in eine solche Woche integriert werden könnte. Mit den entsprechender Regeneration. Im Endeffekt ist das dann Westside. Was ich leider vergessen habe zu Fragen ist, ob auch Hypertrophiereize und IK in EINER Training Einheit gehen, was ja auch Westside ist. Mache ich nächsten Mittwoch!
ja, kann er. du solltest dabei nur auf entsprechende regenerationszeiträume zwischen den TEs achten. d.h. das zwischen einer IK und einer hypertrophie einheit ein bis zwei tage pause ausreichen, nach einer hypertrophie einheit jedoch 72 std. bis zur nächsten ik einheit sein sollten. ähnliches gilt natürlich für andere inhalte wie schnelligkeitstraining und schnellkrafttraining.
und da kommen wir nämlich schon wieder in die bredoullie: diese eine hypertrophie-einheit nimmt relativ großen einfluss auf die restliche planung des mikrozyklus. da dieser in der regel nur 7 tage hat wirds ganz schön enge mit anderen inhalten - wie dem techniktraining - die auf neuronaler ebene stattfinden und ein ausgeruhtes nervensystem brauchen. zusätzlich ist ein hypertrophie-reiz die woche wirklich nicht viel und langfristig wohl nicht ausreichend um was zu bewegen.
aus diesem grund favorisiere ich die zusammenstellung und zeitliche konzentration von methoden die auf gleiche systeme abzielen und sich in den hervorgerufenen adaptationsvorgängen nicht so arg behindern.
wenn du hypertrophie und ik in einer einheit machen willst, dann zunächst ik (z.b. 3x3 x 90%) und dann hintendrauf die hypertrophie-sätze. hat nebenbei noch den netten effekt das du PTP-effekte nutzen kannst und so aus der gestaltung das beste machst. fakt ist aber, das es hier eben eine mischeinheit ist und es auch zu misch-anpassung kommen wird.
wohlgemerkt: ich spreche hier von der bestlösung bzw. von dem was man aus aktuellem erkenntnisstand als bestlösung bezeichnen kann. in der praxis ist das natürlich nicht immer 1:1 umsetzbar.
es gibt zu der ganzen geschichte ne nette dissertation vom herrn schlummberger der da bei dir auch rumrennt/rumrannte: "Optimierung von Trainingsstrategien im Schnellkrafttraining". Da steht einiges drin. Beim BisP und bei Sportbuch Strauß ist das ding vergriffen, bei euch in der bib aber sicher zu haben.
5. Noch eine allgemeine Sache. Schmidtbleicher hat deutlich herausgestellt, dass Blockperiodisierung auf Basis von Medvejew für Individualsportler (LA) angewandt wird und auch berechtigt ist.
hier bin ich etwas verwirrt:
madvejev ist begründer der klassischen periodisierung (Periodisierung des sportlichen Trainings, irgendwann aus den Ende der 1960er), also der grundlegenden organisationsform des sportlichen trainings aus der alle heutigen "ableger" hervorgegangen sind. mit blocktraining/periodisierung hat der wenig zu tun!
das blocktraining stammt auch aus der russischen ecke, geht aber mehr auf leute wie bondarchuk und Verchoshanskij zurück, welche kritik an der klassischen periodisierung übten und sie ihren vorstellungen entsprechend abänderten. in der heutigen zeit ist der herr issurin einer treibenden kräfte wenn es um blocktraining geht. er hat 2008 hierzu ein buch mit dem titel "Blockperiodization in Training" rausgebracht.
also eigentlich hat madvvev nichts mit blockperiodisierung zu tun. blockperiodisierung ist auch nicht gleichzusetzen mit der klassischen linearen periodisierung (welche häufig als training in blöcken bezeichnet wird da die fähigkeiten nacheinander entwickelt werden) die im krafttraining angewendet wird, und welche wiederrum immer zum vergleich mit undulated herangezogen wird.
die klassische periodisierung und das blocktraining sind übergreifende organisationsformen des trainings und beinhalten prinzipien nach denen man handelt und den gesamten (komplexen) trainingsprozess plant. undulated und lineare periodisierung sind vorgehensweisen die sich auf einen ausschnitt des gesamttrainings, nämlich der entwicklung von kraft oder schnellkraft/schnelligkeit, beziehen. es schließt sich zum beispiel nicht aus nach den prinzipien des blocktrainings zu trainieren und dabei undulated vorzugehen. dabei wird man sich aber auf die obig gepostete methodenkombination beschränken und die methoden nicht mischen. das würde eher im klassischen ansatz anzusiedeln sein.
vielleicht liegt hier ein großes missverständnis bei all den diskussionen um das thema?
Für Spielsportler hat er, wie du auch schon gesagt hast, undulated empfohlen. ABer er hat die fehlende individualisierung in Vereinen kritisiert (1/3 über-, 1/3 unterfordert und für 1/3
passt die BElastung). Da müsste man dran feilen. Ich glaube genau dieses von dir kritisierte "alles gleichzeitig aber nichts richtig" ist einfach der grundlegende Unterschied in der SIchtweise, wenn man aus dem Mannschafts/Spielsport kommt oder wenn man aus Individualsportarten kommt. AUs deiner Sicht mag es "nichts richtig sein", aber dafür IST ES "alles gleichzeitig". Und wenn du alles gleichzeitig brauchst, also konkret Masse, Maximalkraft, Schnelligkeit und deutlich mehr aber allgemeinere koordinative Elemente, dann kommt man um mMn nicht um undulated/conjugated drum herum. In bestimmten Phasen wohl bemerkt.
so viel anders seh ich das ja auch nicht. nur die geschichte mit der masse würde ich separieren und gesondert trainieren, z.b. in der off-season in extra dafür angelegten blöcken. denn ordentliches hyp-training beeinträchtigt andere inhalte sehr sehr stark. auf der anderen seite muss man ordentlich ochsen um masse aufzubauen, eine einheit ist zu wenig, zumindest langfristig.
um den masseerhalt über die saison würde ich mir wenig sorgen machen, wenn du regelmäßig IK training machst hälst du ne menge, und wenn du angepasst an den spielplan immer mal wieder eine woche mit schwerpunkt hyp einstreust (richtig, also4-5 TEs), dann wirst du gut halten können.
Edit: EIne Sache hatte ich noch vergessen zu erwähnen. Ich weiß, dass das weder eine objektive, noch wissenschaftlich haltbare Sichtweise ist. Aber meine Ablehnung gegenüber der Blockperiodisierung kommt auch daher, dass ich diese mit den oft angestaubten Sichtweisen DEUTSCHER Trainer in Verbindung bringe. Ich kann das nicht anders erklären. ABer die SPitzensportler die mir untergekommen sind bzw deren Trainer haben zu 95% danach trainiert und kannten nicht mal ein anderes Trainingskonzept. Da frage ich mich, wie können die das alle objektiv einordnen

Wie du schon sagtest, vor neuem wird da oft die AUgen verschlossen und bernhard hat es auch mal schön formuliert, als träges Vereinswesen. Vielleicht verschließe ich etwas zuviel meine Augen vor altbewährtem, aber ich empfinde conjugated einfach als sinnvoller und bin jetzt mal auf den Verlauf der restlichen Off-Season gespannt.
es herrschen wirklich viele verstaubte ansichten vor, ich weise in diesem zusammenhang mal auf den völlig veralteten aufbau im sprint der in D praktiziert wird hin (du weißt schon, dieses erst I3 schrubben, dann I2, dann I1...davon haben die jamaikaner noch nie was gehört...), auch ein blick in die sportspiele, insbesondere fußball offenbart grauenvolles. aber das ist vorwiegend ein deutsches problem, keins vom blocktraining. wie ich oben schrieb ist blocktraining eine übergeordnete organisationsform, die den einsatz von undulated zulässt, und sich auch immer weiterentwickelt, weil eben versucht wird physiologische erkenntnise zu implementieren.
im ausland trainieren viele so. z.b. hat marion jones ihr trainingsjahr auch in blöcke aufgeteilt, und im jahr 2000 ist sie im jahresverlauf insgesamt 5 solcher blöcke bestehend aus akkumulierender, transmutierender und realisierender phase durchlaufen. dabei hat sie mehrere wettkampfserien bestritten, ist ständig unter 11,0 gerannt und hat dann nach dem letzten block bei olympia in sydney richtig abgeräumt (ja ja, ich weiß doping und so. aber das nehm ich im spitzensport mal als gegeben an).
und den vorwurf an die trainer sie kennen kein anderes konzept kann ich so ein bischen an dich witergeben. so ganz richtig hast du dich glaub ich auch noch nicht mit klassischer periodisierung und blocktraining auseinandrgesetzt!?
Gruß