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Zen

Thorben

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AW: Zen

'Ich lache über meine zehnjährige Pilgerschaft.
Verschossenes Gewand, zerschlissener Hut, Klopfen an die Tore des Zen.
In Wahrheit ist das Gesetz Buddhas so einfach:
Iß deinen Reis, trinke deinen Tee, trage deine Kleider!'

(Gudò in Eiji Yoshikawa's 'Musashi')

Mehr ist dazu imho auch nicht zu sagen.

Und was das 'Wahrheitsding angeht....es gibt nicht DIE Wahrheit, und so wie ich die Lehre in Erinnerung habe gibt es im Zen GAR KEIN Konzept wie 'Wahrheit', denn das wäre nur wieder etwas an das man sich klammern würde.
Und SO würde ich die Aussage von Dogen Zenji auch interpretieren.
 
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Eisenfresser

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AW: Zen

Wenn wir alle perfekt wären, wohin sollten wir noch streben?
Wir sind ALLE perfekt, jedenfalls nach der Defintion des ZEN...

ALLES ist so wie es sein soll...auch wenn das recht schwer zu verstehen ist...





Gruß Stefan
 

Eisenfresser

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AW: Zen

Wenn ich am Morgen ganz alleine unterwegs bin und die Natur betrachte, dann sehe ich wie der Nebel aufsteigt,und es wird mir bewusst, das alles geschieht ohne, dass ich etwas dazu beitrage, alles geschieht einfach aus sich heraus, das Gras und die Bäume, der Nebel steigt auf und die Wolken ziehen vorüber. Es geschieht einfach, ohne Anstrengung. Ein Gedanke, setzt sich in meinem Geist fest, es ist mehr, eine Erkenntnis, genauso müsste ich es machen,in meinem Leben, nicht einmischen, die Dinge um mich herum, einfach geschehen lassen, ohne immer etwas erreichen zu wollen. Im Sinne von mich selber nicht mehr so wichtig nehmen. Achtsam beobachten, die Dinge und die Menschen so lassen wie sie sind.
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Eisenfresser

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AW: Zen

Mach einfach nur deinen Geist frei…

Sei nicht zu sehr gespannt und nicht zu locker…

Lass deinen Geist offen sein wie der weite Raum…

Höre auf, mit dem begrifflichen Bewusstsein Dinge zu ergreifen…

Dann wird dieser anstrengungslose subtile Geist,

von selbst unverstellt sein, wohin er sich auch wendet…
Daie Soko
 

Eisenfresser

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AW: Zen

805-zen1.jpg


Wenn du verstehst, dann sind Dinge so wie sie sind.

Wenn du nicht verstehst, dann sind Dinge immer noch so wie sie sind.

806-zen-garten.gif
807-chute-waterfall-eau-zen-japonais.jpg


Sei zufrieden mit dem was du hast,

erfreue dich, so wie die Dinge eben sind.

Wenn dir bewusst wird, dass dir nichts fehlt,

dann gehört dir die ganze Welt.
 
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ishina

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AW: Zen

Hallo Stefan,

du hast dieses Thema bereits seit einigen Tagen zu meinem Lieblingsthema in diesem Forum erhoben. Zen ist eine wunderbare Philosophie, die mir sehr zusagt. Sie fühlt sich sehr wahr an - wahrscheinlich, weil sie alles in Relation setzt.

Zu den Emotionen: Die Emotionen und ihre Kontrolle sind für mich ein ständig präsentes Thema. Die Emotionen, die mich am Häufigsten ereilen, sind Zorn (über mich selbst und andere), Enttäuschung, Trauer und Verzweiflung. Es ist nicht nur schwer, ihrer Herr zu werden, viel schwerer noch ist sie zu akzeptieren und sie einfach hindurch fließen zu lassen.

Ich fühle mich häufig wie der größte Versager auf Erden, weil ich dies oder jenes nicht erreiche. Momentan ist es der Umstand, dass ich noch keinen Platz für ein Berufspraktikum habe, während meine Studienkollegen bereits in den Verhandlungen stehen. Die letzte Woche war davon geprägt, niedergeschlagen zu sein, aus Gedanken heraus, einfach nicht gut genug zu sein. Nicht gut genug für das Studium, nicht gut genug für den Beruf, nicht gut genug für meine Freundin und baldige Familie, nicht gut genug für das Leben.

Das Schlimmste daran ist die Ausweglosigkeit. Die einzige Lösung ist scheinbar, besser zu werden. Ich kann mich nicht aus der Herausforderung ausklinken. Mich darüber aufzuregen geht auf Kosten meiner Umwelt (die das nicht verdient hat, unter meinen Unzulänglichkeiten zu leiden), mich selbst zu strafen geht auf Kosten meiner Umwelt und meiner selbst. In Lethargie zu verfallen geht auf Kosten meiner Umwelt und meiner selbst. Selbstmord geht auf Kosten meiner Umwelt. Ich komme nicht umehr, der Herausforderung ins Auge zu blicken.

Das sind Momente, in denen ich mir sicher bin, dass ich im nächsten Moment abbreche - wie ein dünner Strohhalm, der durch und durch geforen ist - mit der Sicherheit, dass mein Leiden dadurch nur noch verstärkt wird, ich aber erst recht unfähig werde, mich aus der Situation heraus zu manövrieren.

Absolute Hilflosigkeit

Solche Emotionen zerstören mein Leben systematisch. Deshalb berühren mich die Worte des Zen sehr tief. Die Lösungen sind oft so einfach. Einen Schritt zurück gestiegen sind die Problemherde nämlich insignifikanter als gedacht und die Probleme rasch gelöst.

Umdenken ist oft Gold wert. Allerdings schwer, wenn man ständig unter Stress bzw. Spannung steht.

Manchmal möchte ich mich auch einfach nur hinsetzen, in eine Embryostellung gehen und stumm weinen. Dann bin ich einfach nur noch traurig.

Zen würde sagen, dass ich umsonst leide. Denn es ist in Ordnung, wie ich bin und was ich kann. Ich fände Glück darin, mich an dem, was ich habe, zu erfreuen, statt unter dem, was ich (noch) nicht habe zu leiden.

Das klingt schön. Dennoch wird von allen Seiten (und auch aus mir selbst heraus) erwartet, dass ich viele dieser Dinge einmal mein Eigen nenne - zumindest einen Brotberuf, um meine Familie ernähren zu können.

Allein der Gedanke daran macht mich schon wieder verzweifelt. Bin ich überhaupt fähig, mein Leben zu leben. Oft genug bezweifle ich es.

Bis ich Vertrauen geschöpft habe, bleibt mir Zen wohl verschlossen...

P.S.: Das Bild aus der Serie Life gefällt mir besonders gut. Es strahlt eine heitere Zufriedenheit aus.
 
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Auris

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AW: Zen

Manchmal möchte ich mich auch einfach nur hinsetzen, in eine Embryostellung gehen und stumm weinen. Dann bin ich einfach nur noch traurig.

Ich möchte dir nicht zunahe treten...aber wenn du das manchmal einfach nur möchtest warum machst du es nicht. Vllt. erfährst du durch das befriedigen dieses Bedürfnisses Entspannung und kannst dadurch Mut fassen....anstatt dir etwas aus Scham etc. zu verwehren und noch mehr Spannung in dir aufzubauen.
Das Leben ist mMn ein ständiges auf und ab eine Abfolge von Spannung und Entspannung....es Bedarf Momenten der Zweifel und der Ängste um Erkenntnisse zu Erlangen an diesen zu wachsen. (das ist meine Philosophie - bitte nehme sich jeder was er davon braucht und verwerfe was für ihn (noch) nicht anwendbar ist)

Lass dich fallen in die Angst, nimm sie an. Ich glaub viele Menschen können mit der "dunklen Seite" nicht umgehen....nicht ihr Potential erkennen. Es gehört dazu, da muss man durch und es lohnt sich weil es nachher umso besser ist.

Warum hast du solche Angst, dass du keinen Praktikumsplatz bekommst...deine Familie nicht ernähren kannst? Ich lass mich in meine Ängste fallen und wenn ich den "Dämon" gefunden hab dann schrei ich ihn innerlich ganz laut an.

Bei mir zB gründen sich viele negative Emotionen auf meine beschis**** Kindheit, in der Selbsthass und Verlassensangst gesäät wurde.
Ich hab mich mittlerweile von meiner Famillie...den Faktoren die diese Emotionen in mir auslösen, getrennt (ok - ist vllt. nur Flucht und sollte ich noch ein Leben haben muss ich das vllt. doch aufarbeiten :sbiggrin:) Manchmal überkommt es mich aber...da fühl ich mich dann beobachtet von ihnen...fühle wie sie ihre Arme nach mir ausstrecken und über mich bestimmen wollen....ich beginne mich ganz klein zu fühlen...ganz elend..und dann schreie ich....innerlich.....ich schreie sie an ganz laut....."ihr könnt mir nichts tun....ihr habt keine Macht über mich.....ich bin frei".
Oft hat man Angst weil man ein gesellschaftliches Wertesystem, dass total veraltet und sinnlos ist aufoktruiert bekommen hat und völlig grundlos deshalb Versagensängste hat....weil man versucht dieser inneren Stimme zu genügen obwohl es nicht die eigenen ist. Think different - sei mal verrückt und du wirst deshalb nicht vom Rand der Welt fallen :sdrool:

Nehmt eure Ängste an und befreit euch von Ihnen und tragt Liebe und Hoffung in euren Herzen.

Ja ich weiß...so manch einem mag das alles leicht daher gesagt erscheinen...und zu floskel- und metaphernhaft. Aber mir gibt dieses Denken Kraft....und Sport ;D

Habe noch eine hübsche Textstelle von einem sehr geschätzen Künstler ausgegraben:

Ich weiß nicht wo du warst, oder was du gesehen hast
Wie viel du gegeben oder was du am nehmen warst
Du hast überlebt, und wenn dich das hier bewegt
Ist es n Zeichen was bei deines Gleichen eigentlich geht
Denn wir sind wunderbare Wesen nur wir reden uns klein
Und kommt uns irgendwas entgegen soll es eben so sein
Wir sind im Leben daheim, ich bin zu allem entschlossen
Und alles was durch diese Türen kommt wird sofort genossen.
Ich werde wachsen daran, und ich werd es testen und dann,
danach begreifen dran zu reifen ist das beste daran.
Sobald ichs hinter mir gelassen hab, dann pass ich es ab
Um klar zu machen, dass es gar nichts zu verpassen gab.
Thomas D, "Fluss"

Alles liebe von mir :043:
 

Eisenfresser

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AW: Zen

'Ich lache über meine zehnjährige Pilgerschaft.
Verschossenes Gewand, zerschlissener Hut, Klopfen an die Tore des Zen.
In Wahrheit ist das Gesetz Buddhas so einfach:
Iß deinen Reis, trinke deinen Tee, trage deine Kleider!'

(Gudò in Eiji Yoshikawa's 'Musashi')
Ich liebe das Buch, habe es schon mehrmals gelesen...

Ich habe auch das "Buch der 5 Ringe" von Musashi selber, komme da aber irgendwie nicht so ran...




Gruß Stefan
 
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Eisenfresser

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AW: Zen

Ich möchte dir nicht zunahe treten...aber wenn du das manchmal einfach nur möchtest warum machst du es nicht. Vllt. erfährst du durch das befriedigen dieses Bedürfnisses Entspannung und kannst dadurch Mut fassen....anstatt dir etwas aus Scham etc. zu verwehren und noch mehr Spannung in dir aufzubauen.
Das Leben ist mMn ein ständiges auf und ab eine Abfolge von Spannung und Entspannung....es Bedarf Momenten der Zweifel und der Ängste um Erkenntnisse zu Erlangen an diesen zu wachsen. (das ist meine Philosophie - bitte nehme sich jeder was er davon braucht und verwerfe was für ihn (noch) nicht anwendbar ist)

Lass dich fallen in die Angst, nimm sie an. Ich glaub viele Menschen können mit der "dunklen Seite" nicht umgehen....nicht ihr Potential erkennen. Es gehört dazu, da muss man durch und es lohnt sich weil es nachher umso besser ist.

Warum hast du solche Angst, dass du keinen Praktikumsplatz bekommst...deine Familie nicht ernähren kannst? Ich lass mich in meine Ängste fallen und wenn ich den "Dämon" gefunden hab dann schrei ich ihn innerlich ganz laut an.

Bei mir zB gründen sich viele negative Emotionen auf meine beschis**** Kindheit, in der Selbsthass und Verlassensangst gesäät wurde.
Ich hab mich mittlerweile von meiner Famillie...den Faktoren die diese Emotionen in mir auslösen, getrennt (ok - ist vllt. nur Flucht und sollte ich noch ein Leben haben muss ich das vllt. doch aufarbeiten :sbiggrin:) Manchmal überkommt es mich aber...da fühl ich mich dann beobachtet von ihnen...fühle wie sie ihre Arme nach mir ausstrecken und über mich bestimmen wollen....ich beginne mich ganz klein zu fühlen...ganz elend..und dann schreie ich....innerlich.....ich schreie sie an ganz laut....."ihr könnt mir nichts tun....ihr habt keine Macht über mich.....ich bin frei".
Oft hat man Angst weil man ein gesellschaftliches Wertesystem, dass total veraltet und sinnlos ist aufoktruiert bekommen hat und völlig grundlos deshalb Versagensängste hat....weil man versucht dieser inneren Stimme zu genügen obwohl es nicht die eigenen ist. Think different - sei mal verrückt und du wirst deshalb nicht vom Rand der Welt fallen :sdrool:

Nehmt eure Ängste an und befreit euch von Ihnen und tragt Liebe und Hoffung in euren Herzen.

Ja ich weiß...so manch einem mag das alles leicht daher gesagt erscheinen...und zu floskel- und metaphernhaft. Aber mir gibt dieses Denken Kraft....und Sport ;D

Alles liebe von mir :043:
...sehr schön geschrieben...:ssmile:

...mir scheint uns verbindet da etwas, nur das ich es irgendwie nicht schaffe,
mich von den "Geistern meiner Vergangenheit" abzunabeln,
was aber nicht so schlimm ist, da ich mittlerweile gelernt habe, mit Konfliktsituationen besser umzugehen,
ja sie sogar suche, um daran zu wachsen...

Charlotte Joko Beck schreibt, dass gerade diese Momente die besten sind um zu üben...

...und da habe ich auch gleich eine guten Übergang zu ishina...:ssmile:

Ich kann deine Situation ganz gut nachvollziehen, hatte auch ähnliche Momente in meinem Leben...

Um mich einer sehr guten bildlichen Veranschaulichung zu bedienen...

Wir alle befinden uns auf der (Schnell-)Straße des Lebens,
die meißte kommen mit der Geschwindigkeit klar bzw. finden Wege damit umzugehen,
viele jedoch nicht, die Geschwindigkeit raubt ihnen förmlich den Atem, das Leben wird zur Qual,
da ist es wichtig, ab und an auf die Standspur zu fahren, dort langsam weiter zufahren oder sogar anzuhalten,
wenn alles nicht mehr hilft, muß man raus, auf den Parkplatz und mal kurz durchatmen, etwas hin und her laufen...

Letzendlich ist Meditation nicht anderes als die Standspur bzw. der Parkplatz,
Geschwindigkeit aus dem Leben nehmen, seine Emotionen ordnen und dann wieder konzentriert weiter...

Für mich selber sind mittlerweile gerade Stresssituationen besonders attraktiv,
ich spüre wie Hektik, (Panik), Unwohlsein, Unkonzentriertheit in mir aufsteigt,
dagegen anzukämpfen, versuchen die innere Ruhe zu erlangen, das ist das Ziel...

Im Prinzip als wenn man ein schnelles PC-Game zockt,
irgendwann aber einfach die Synapsen das Ganze nicht mehr verarbeiten können,
man Pause macht, raus geht, in die frische Luft, durchatmet,
etwas leichtes isst und etwas trinkt uind dann wieder vollkonzentriert rangeht...





Gruß Stefan
 
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R

Rina

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AW: Zen

Simon, Stefan, Kati!
Euere offenen, ehrlichen und selbstkritischen Worte ehren Euch und auch dieses hochstehende Forum.

Wenn ich jetzt - im Februar werde ich 50 - aus der Perspektive meines jetzigen Standes zurückschaue, erkenne ich mich in Jedem von Euch wieder.

Gelitten an sich selbst, Selbstzweifel bis zum Selbsthass, Ablehnung von Anderen (was wie ich heute erkenne, einfach zu oft nur Neid war ), Sich-Zurückziehen, Brüten über sich selbst, Sich-im -Kreise-drehen....
Und Kati, auch familiär ein großes Problem: Eine Schwester, mit der ich nie konnte, nie kann, nie können werde und auch nimmer will.

Aber: Es hat mich alles geformt, stärker gemacht, zu dem was ich heute bin.Der Sport war natürlich eine immense Hilfe.Meine positive Krücke sozusagen.
Im Rahmen meines Studiums auch selbst Therapie erlebt.

Ich sehe mich heute als Reisende, auf der Durchreise, ich lebe sehr gerne.Bin ruhig, nicht tempramentlos.Aber ruhig, stolz auf das Erreichte.Weiß heute, daß die frühere Ablehnung wirklich zu 80% Neid war.

Mir half immer eine Imagination, wenn ich ganz unten war.
Ich sah mich an einem Strand sitzen (wo ich schon mal war, oder wo ich hinwollte), setzte mich in meiner Imagination an diesen Strand.
Lausche den Wellen, der Brandung,eine Musik die mich immer bereits total fasziniert und beruhigt.

Und sehe mich im Lauf der Jahrtausende an diesem Strand.Was bin ich? Wie wenig bedeute ich im Lauf der Zeit?Der Äonen? Der Gezeiten? Der Ewigkeit?
Ich bin Nichts.Bedeutungslos.
Wieviele Menschen, aus verschiedenen Zeiten, saße auch an diesem Strand, weinend, voller Kummer, Probleme.....traurig...verlassen...hoffnungslos....Ich bin Eine von Ihnen.
Wer wird später von meinen Sorgen wissen? Niemand.
Es wiederholt sich eben Alles.

Das tröstete mich ungemein.
Ich bin ein Staubkorn.
Werde irgendwann mich auflösen...meine Probleme nichtig.

Heute, so seit etwa 17,18 Jahren, ruhe ich mehr in mir.Weiß was ich will, wen ich will, wen ich aus meinem Leben verbanne,bin mehr ich!
Meine Kinder haben nicht unwesentlich zu meiner Entwicklung beigtragen (Simon, ;D:shappy:)!!

Also ich bin ein Teil der Zeit, ein Körnchen des Ganzen, und freue mich, zu leben.
 

Eisenfresser

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AW: Zen

@Rina

...schöne Zeilen...:ssmile:

Du hast da ein paar sehr wichtige Dinge angesprochen!!!

Das Hauptproblem...bei den meißten...ist Egoismus (auch Neid ist, in meinen Augen, eine Form davon),
der für viele Dinge federführend ist...

Sich selbst nicht so wichtig nehmen, der erste Schritt in die Richtung...

Ich meine was sind wir, wenn nicht kleine Staubkörner der Geschichte, nicht mehr und nicht weniger!!!

Wenn wir sterben und nicht gerade prominent waren,
errinnern sich nach einem Jahr, selbst unsere Angehörigen nur noch schemenhaft an uns...

Mich fragte mal eine Kollegin, eine Christin (ich selbst bin Atheist),
wie ich das nur aushalten würde, mit dem Gedanken, dass nach meinem Tod alles weg wäre,
sie sagte sie würde wahnsinnig werden, bei dem Gedanken daran,
ich antwortet...das ist doch gerade das Beruhigende, Alles vergeht...:ssmile:

Im Prinzip sagt dieses Zitat alles...

Sei zufrieden mit dem was du hast,

erfreue dich, so wie die Dinge eben sind.

Wenn dir bewusst wird, dass dir nichts fehlt,

dann gehört dir die ganze Welt.





Gruß Stefan
 

Eisenfresser

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AW: Zen

Ich muß natürlich fairerweise sagen, dass mir meine private und berufliche Situation einen sicheren Halt gibt, das macht es einfach(er) ruhig zu bleiben...

ABER, für mich ist NICHTS selbstverständlich, ALLES kann sich jederzeit ändern...

Ich nehme alles wie es kommt und erfreue mich daran, wenn es gut läuft...





Gruß Stefan
 
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ishina

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AW: Zen

Vieles im Leben ist eben so, wie man es sich selbst baut, lieber Stefan. Du hast dir eine gute Situation geschaffen und profitierst nun davon - das ist nur fair und die logische Schlussfolgerung aus deinen Taten :ssmile:

Ich möchte euch allen für die lieben Worte danken. Vor allem Stefan, dessen Analogie mit der Schnellstraße bei mir einen Nerv getroffen hat.

Auf der "About"-Seite meines kürzlich erstellen Weblogs (ich poste bestenfalls sporadisch - wenn ich das Gefühl habe, ich möchte etwas mitteilen) habe ich zwei Dinge niedergelegt, die das Weblog bringen soll. Die Aussage beschränkt sich nicht nur auf die Plattform - sie ist mehr ein Credo für mein Leben.
  1. Sei hilfreich
  2. Übe dich in Ruhe und Besonnenheit

Ich habe das gute Gefühl, dass sich damit alles von selbst klären wird.

Wenn ich abends den PC hinter mir lasse und ein Buch lese bzw. mein Tagebuch schreibe, dann fühle ich eine wohlige Ruhe in mir aufsteigen. Dann ist alles in Ordnung. Dann stören mich all die Dinge nicht mehr. Ich liebe das.

Wenn ich bei meiner Freundin bin, geht es mir leider nicht unbedingt so. Da habe ich immer den Druck, dass ich ihr gerecht werden möchte. Das muss sich wohl noch finden...

Alles Liebe und eine gute Nacht
Simon

Posthumous Silence
 

Auris

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AW: Zen

Hi ihr lieben,

schöne Worte von euch allen :ssmile:

@Rina: Mir hat dein Text gut gefallen, vorallem folgende Aussagen:
Du sagst, du erkennst dich in deiner Vergangenheit in uns wieder.....und das sich alles wiederholt.....
Und: Zeitalter für Zeitalter wird jemand an dem Strand sitzen und grübeln ....und alles wird sich wiederholen....

Mir tut sich da gerade während ich diesen Post schreibe die Frage auf:
Wieso wiederholt sich alles, gibt es einen Punkt an dem sich das alles nicht mehr wiederholt (ok da geh ich jetzt wohl zu viel in diverse New Age Philosophien hinein - Zen würd ja jetzt einerseits sagen das ist alles ok so wie es ist also darf ich diese Frage auch stellen oder? ;D Eisi verunglimpfe ich deinen Thread? [img2])
Aber wir wären dann wohl wieder bei den Fragen die keiner bzw. nur jeder für sich selbst beantworten kann...."Wo kommen wir her....warum leben wir...wo gehen wir hin?" Dreht sich nicht eigentlich alles um diese Fragen? Und nützt es uns überhaupt etwas deren Antwort zu suchen?.....Schluß jetzt Kati....;D

@Stefan: Deine Allegorie mit dem Leben als Schnellstrasse an dem man mal rechts ran fahren sollte, wenn alles zu schnell wird find ich auch toll und muss sagen ich hatte neulich beim joggen eine Erfahrung die zwar ein bisschen anders war aber im Grunde darauf hinausläuft.....
Ich jogge also und hab total viele Gedanken in meinem Kopf..Arbeit, Uni, Freund, Wohnung uvm....zu all diesen Dingen in meinem Leben viele mögliche Wege die ich einschlagen könnte und bin ein klein wenig überfordert ob der vielen Möglichkeiten....plötzlich wurde alles ganz still...die Zeit schien still zu stehen und all diese Gedanken projizierten sich wie auf Leinwände um mich herum aus meinem Kopf heraus...(vielmehr Cyberleinwände wie man es oft in Filmen sieht...so Touchscreenwände die einfach so in der Luft hängen :sdrool:)
Es war ein innehalten (auf den Parkplatz fahren), mich und meine Gedanken ordnen und eine Bewusstwerdung, dass ich die Zügel in der Hand halte....(also ich das Auto fahre und nicht umgekehrt)

@Simon: Stress dich nicht wegen deiner Freundin, warum solltest du ihr nicht gerecht werden? Ich geh mal davon aus, dass sie dich deiner selbst willen liebt...hast du Gründe das zu glauben?

[img24]
 
K

Kilghard

Guest
AW: Zen

@Simon: Stress dich nicht wegen deiner Freundin, warum solltest du ihr nicht gerecht werden? Ich geh mal davon aus, dass sie dich deiner selbst willen liebt...hast du Gründe das zu glauben?

Lieber Simon,

wenn es Dich beruhigt, Deiner Liebsten kannst Du nicht gerecht werden. Das soll jetzt nicht heißen, daß Du es nicht trotzdem versuchen sollst, aber es liegt einfach in der Natur der Dinge, daß immer irgendetwas IST.

Wie überall verfährt man hier auch mit dem Ansatz, gute "Arbeit" zu leisten, aber Perfektion ist kontraproduktiv und auch nicht wirklich praxisgerecht.

Just my 2 cents.

Liebe Grüße,
Thomas (der schon seit Jahren verheiratet ist und das Wesen der Frauen trotzdem nicht vollständig entschlüsseln konnte ;D;D;D)
 
R

Rina

Guest
AW: Zen

@Kati Liebe Lichtkriegerin Auris;D, weißt du, dieses Strampeln, Kämpfen, Hamstern, Zusammenntragen von Gütern.....dieser ewige Kreislauf, dieses Hamsterkäfiglaufrad in dem wir strampeln, wir und alle vor uns, das führe ich mir vor Augen.Bewußt.
Und weiß, daß mein Kämpfen eine Wiederholung ist....Abermillionen Menschen vor uns taten das Gleiche....
ich bin eine kleine Arbeiterameise der Ewigkeit.
Teil des Ganzen.
Wo es hinführt? Warum? Wie lange? Darauf gibt es keine Antwort und es ist mir auch egal.
Ich lebe gerne, mag mich (mittlerweile:ssleepy:), gehe den Weg, gehe auch Umwege.
Habe wenige , ausgesuchte Menschen um mich rum , dei mir guttun und ich ihnen.
Bin auf der Reise und arbeite auf ein ideelles Ziel hin, wo ich unbedingt hinwill.

In meiner o.g. Strandimagination sehe ich mich als griechische Frau, die in ihrer gerafften Tunika am Strand sitzt und um ihren Liebsten weint, der im Krieg gegen die Perser gefallen ist...dann Frau des Mittelalters, deren Söhne auf die Kreuzzüge gehen.....als Frau der 1800er Jahre, die eine Abtreibung braucht um der Schande zu entgehen....als Frau der 1950er, die stolz ist, Schulen besuchen zu können, studieren zu dürfen.....verstehst du das Muster., das ich meine?

Der Kummer, die Freude, die Gefühle bleiben immer die Gleichen, im Lauf der Jahrtausende...alles schon mal dagewesen....das tröstet ungemein.
Albert Schweitzersagt:
Das Einzig Wichtige im Leben sind die Spuren an Liebe, die wir hinterlassen, wenn wir einmal gehen müssen....

Und so ist es.

Mehr Anspruch stelle ich nicht.Für mich.


@Simon Indem sie dich liebt, mit dir dein Kind großzieht, ist enthalten, daß du ihr gerecht wirst und werden wirst.
Ihr wachst aneinander und miteinander.
Habe Mut.
Genieße ihre Liebe, ohne zu grübeln, kann ich ihr gerecht werden?

@Stefan Ja, auch ich denke wie du.
Alles ist im Fluß, Alles kann sich jederzeit ändern...zum Guten wie zum Schlechten.Nichts ist beständig.
Freuen wir uns an dem, was wir haben!
 

ishina

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AW: Zen

Aber wir wären dann wohl wieder bei den Fragen die keiner bzw. nur jeder für sich selbst beantworten kann...."Wo kommen wir her....warum leben wir...wo gehen wir hin?" Dreht sich nicht eigentlich alles um diese Fragen? Und nützt es uns überhaupt etwas deren Antwort zu suchen?.....
Ich habe immer öfter den Eindruck, dass sich die Antwort auf diese Fragen umso mehr verstecken, je mehr wir danach suchen. Sobald wir die Antworten einfach geschehen lassen, kommen sie von allein.

Ich vergleiche das gerne mit dem Streben nach Macht. Die größte Macht wird dem Menschen erst dann geschenkt, wenn er ihrer nicht mehr bedürftig ist, so scheint es mir.

So gesehen ist ein Streben kontraproduktiv - je mehr wir streben, desto weniger erlangen wir. Je mehr wir geschehen lassen, desto mehr erlangen wir.

Zu den Frauen...

Nein, ich kann ihr Wesen auch nicht entschlüsseln (@Thomas). Eines jedoch weiß ich: Dass mich meine Freundin um meiner selbst willen liebt. Das hat nichts mit diesesm erzwungen Zusammenbleiben zu tun, das ich in manchen Beziehungen oft sehe. Da bleibt man beeinander, weil man alleine nicht sein will.

Ich für meinen Teil könnte auch alleine leben. Das macht mir eine Beziehung wahrscheinlich leichter - weil ich von ihr nicht abhängig bin. Sie verschönert mein Leben.

Mit der Zeit werde mich auch mit allem arrangieren, was an Herausforderungen auf mich zu kommt, davon bin ich überzeugt.

Alles Liebe, meine lieben Weisen, Lichtkrieger, Zen-Mönche und Caniden,
Simon :ssmile:
 
K

Kilghard

Guest
AW: Zen

Alles Liebe, meine lieben Weisen, Lichtkrieger, Zen-Mönche und Caniden,
Simon :ssmile:

;D Wir könnten glatt einen Rollenspielclub ala D&D aufmachen.

Zu Beziehung, Liebe, gerecht werden und die anderen abermillionen Fragen: Die Antwort hast Du Dir selbst schon gegeben, weiser Mann. Für den Anfang eine gute Richtlinie. Und vielleicht auch als Lebenseinstellung tauglich. Wer weiß, ich suche auch dauernd. Aber wenn man es schafft, mal einfach loszulassen (was beileibe nicht so einfach scheint, so scheint es jedenfalls MIR), fühlt man sich leichter und sicherer (geborgen, Selbstvertrauen etc.).

Liebe Grüße,
Thomas
 

Eisenfresser

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AW: Zen

"Wo kommen wir her....warum leben wir...wo gehen wir hin?" Dreht sich nicht eigentlich alles um diese Fragen? Und nützt es uns überhaupt etwas deren Antwort zu suchen?
Ein Zen-Mönch würde dir jetzt sagen, es gibt keine Vergangenheit (nur verschwommene Gedankenfragmente) und es gibt keine Zukunft...

Nur das Hier und Jetzt, die Gegenwart, ist es was zählt...:ssmile:

Immer eins zu sein, mit dem Hier und Jetzt, vollkonzentriert die Gegenwart wahrnehmen...





Gruß Stefan
 
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