ist sicheres Wissen auch nie erreichbar
ebensowenig wie sicherer glaube erreichbar ist, auch wenn vorgeblich gläubige sowie vorgeblich wissende dieses nur allzu gerne behaupten.
ein großes problem ist allein schon der vorrausgesetzte dualismus zweier angeblich gegensätzlicher begrifflichkeiten, wie zb. der von glauben und wissen.
daß zwischen zwei gegensetzlichen begrifflichkeiten nicht nur null und eins zu finden ist, ist dabei nur eine binsenweisheit nach dem motto, daß es nicht nur schwarz und weiß gäbe, sondern eben auch grautöne.
die annahme der dualen gegensetzlichkeiten und das dualistische denken ansich ist ja nichts was seine berechtigung aus sich selbst heraus bezieht, sondern ein resultat der struktur der sprache und dem drang zu vereinfachung des wahrgenommenen. diese struktur des denkens ist ja auch nicht nur von übel, sondern erleichtert uns einfach das alltägliche sein.
es gibt ja durchaus auch denktraditionen bzw. traditionen eines geistigen zustandes, die versuchen gerade diesen dualismus im denken aufzuheben, um eine "tiefergehende" erfahrung dessen was ist herbeizuführen. ein beispiel wäre der zen-buddhismus, der ähnlich wie
bima oft von einem wissen durch nichtwissen zu berichten weiß.
ähnlich wie bei der von
tommy angesprochenen intuition scheint es so möglichkeiten zu geben ohne beweisführung etwas zu erlangen, was sehr hilfreich ist, um mit dem wahrgenommenen umzugehen.
für menschen, die wie wir in einem europäischen geprägten, kulturellen umfeld großgeworden sind, ist der zugang dazu natürlich verdammt erschwert. trotzdem hat meiner ansicht nach beides seinen wert.