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Wissen

Vali

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Einfacher wäre doch was kann man NICHT Wissen...
Meinst du mit wissen was man erlernen kann? Was man speichern kann bzw. auswendig lernen?

Gruß

Vali
 

bima

Member
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285
Eine philosphische Frage...

Man kann Wissen was man eben auch nciht wissen kann.

ich weiss was ich wissen sollte wenn ich nciht durch diese blödsinnige Prüfung fallen will :-\
 

Tox

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Ich finde, lieber weniger wissen, aber in der Lage sein, dieses Wissen in nützlicher Frist umsetzen zu können.
Vorallem in technischen Berufen, wie ich einer gelernt habe und weitergebildet ausführe, trifft man öfters auf Leute, welche mit Ausnahme von Praktikas nie wirklich das gelernte Wissen umsetzen konnten. Das sind dann die Leute welche mit konfusen Ideen und falschem Ehrgeiz Projekte blockieren.
Vorallem habe ich das Wissen in kurzer Frist abrufbar. Manche Dinge passieren ein Jahr später oder tauchen in einem anderen Zusammenhang auf. Da muss man in der Lage sein, den Fehler zu erkennen und zu beheben.
Ich denke, bei allem was man lernt sollte man "Boden" haben, sonst ist es nach den Prüfungen schon bald wieder weg...

Was kann man wissen? Den einen ist ein guter Speicher in die Wiege gelegt, die müssen z.B. im Studium sehr selten wirklich büffeln. Andere hingegen büffeln fast Tag und Nacht, für das sie dann einen genügende Note bekommen. Studieren ist wenigen gegeben, aber das einzusehen ist für manche schwierig.

Auch ist das spezialisieren des Wissens eine Gefahr. Das Wissen ist eine Pyramide, wie mehr man über etwas weiss, desto mehr lässt der Rest nach.
 

Vali

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@ Tox den letzten Satz find ich schön und sehr zutreffend! Man spricht dann quasi von Fachidioten ;) sind aber in ihrem Gebiet teilweise einfach nur überwältigend! Hab solche Leute jetzt selbst des öfteen kennengelernt. Die hatten im wahrsten Sinne des Wortes mächtig was auf der Pfanne menshclich jedoch voll die vergeigten Typen und sonst hatten die auch von nichts ne Ahnung aber in ihrem Bereich TOP Leute. Sowas hat mich total umgehauen.

Gruß

Vali
 

Tox

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Wie mein ehemaliger Nachbar: Programmierer der Sonderklasse, einfach genial der Typ. Aber leider nicht lebensfähig...
 

matten

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in meiner schulzeit wollte mir ein lehrer weißmachen, daß wissen das gegenteil von glauben sei.

mittlerweile weiß ich, daß ich ihm das nicht glauben kann.
 
W

Wursti

Guest
Kommt darauf an, wie man es sieht.

Kälte ist das Gegenteil von Wärme.
Setzt man voraus, dass es sicheres Wissen gibt, kann man absolutes Wissen mit 0°K, relatives Wissen mit relativer Kälte und Glauben mit relativer Wärme analog stellen. Die Analogie gilt durch das Kriterium der Bewiesenheit.
Je näher man sich 0°K nähert, desto näher ist man am Wissen, und je weiter man sich entfernt, desto näher ist man beim Glauben. Wobei jeder Punkt auf der Graden ein Satz ist, der für wahr gehalten wird.

Insofern kann dein Lehrer recht haben. :)
 

matten

Team Lowtech/Fitness. Der Mattenschlinger
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an eben diese vorrausetzung zweifle ich. - das ist mir zu simpel und entspricht nicht meiner wahrnehmung. der beweis der wahrheit dieser vorrausetzung ist davon abhängig, daß diese vorraussetzung wahr ist.

ich weiß weder, daß es sicheres wissen gibt noch kann ich es glauben.

ich gehe davon aus, das bei einer beobachtung sowohl der beobachter auf das beobachtete einfluß hat als auch das beobachtete auf den beobachter. auch den mitteln der beobachtung gestehe ich einen einfluß zu.
in einer solchen konstellation erscheint mir sicheres wissen doch sehr fragwürdig.

meine wahrnehmung vermittelt mir bestimmte charakteristika von dem was als wissen bezeichnet wird und von dem was als glauben bezeichnet wird. es gibt aber charakteristika die bei beidem gleich ode doch ähnlich sind.

meine erfahrung sagt mir jedoch, daß man eher erfolg damit hat, wenn man nicht zu häufig darüber nachdenkt.
 

hidden_dragon

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sehr schön gesagt, matten!!
 
W

Wursti

Guest
Analog zur Temperatur ist sicheres Wissen auch nie erreichbar. ;)
Es ist nur ein theoretisch errechenbarer Punkt.
Die Nichterreichbarkeit steht außer Frage.

Durch die Analogie wollte ich verdeutlichen, dass das Stück und Gegenstück nicht unbedingt symmetrisch von "der Mitte" liegen. Wenn wir 0°C als einen Fixpunkt betrachten. Kann 0°K immernoch das Gegenteil von 1000000000000°K sein, obwohl bereits 25° relativ warm ist.

Uh, jetzt haben wir schon drei Dinge, die es auseinander zu halten gilt. Wissen, Glauben, und Erfahrung. :eek:
 

tommy777

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Wursti, immer wenn Du solche Fragen stellst, fühle ich mich wie ein kleines, weißes Kaninchen. Warum?

Im Gesetz steht keine Definition von "Wissen". Somit hört mein Latein hierbei auf. ;D



Viertes Ding... Intuition? Etwas nicht vorhersehbares ahnen.

... Glauben zu wissen, erfahren zu sein...

Rein theoretisch müsste das Wort "Wissen" doch recht einfach definierbar sein. Man müsste sich nur langsam herantasten, z.B. mit einer Art Brainstorming. Das fasst man dann zusammen, wägt ab oder differenziert.

Brainstorming:

Fachwissen, Unwissen, Ahnung von etwas haben, bewandert, zeitlich nicht begrenzt, genetisch begrenzt (siehe eine Festplatte), Bruchteil des eigentlichen Abspeicherns im Kopf, wird von Tag zu Tag mehr.

Im Großen und Ganzen ist Wissen...

...die Erkenntnis des erlernten.
 

Tox

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Wissen und Glauben sind gegenläufig, aber meiner Meinung nach nicht gegenteilig. Der Grund ist dieser: Wissen ist fix (wenn man das nachlassende Gedächnis vernachlässigt), der Glauben kann aber ständig schwanken. Ein Problem gibts nur bei Leuten welche glauben zu wissen... ;D

@defortis

Wenn ich bei der Wärmelehre richtig aufgepasst habe, dann lässt sich Temperatur generell nicht verdoppeln. Wenn es heute 5 Grad ist und morgen 10, dann ist es nicht doppelt so warm, sondern 5 Gräd wärmer... ;)
 

matten

Team Lowtech/Fitness. Der Mattenschlinger
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ist sicheres Wissen auch nie erreichbar

ebensowenig wie sicherer glaube erreichbar ist, auch wenn vorgeblich gläubige sowie vorgeblich wissende dieses nur allzu gerne behaupten. ;D

ein großes problem ist allein schon der vorrausgesetzte dualismus zweier angeblich gegensätzlicher begrifflichkeiten, wie zb. der von glauben und wissen.

daß zwischen zwei gegensetzlichen begrifflichkeiten nicht nur null und eins zu finden ist, ist dabei nur eine binsenweisheit nach dem motto, daß es nicht nur schwarz und weiß gäbe, sondern eben auch grautöne.
die annahme der dualen gegensetzlichkeiten und das dualistische denken ansich ist ja nichts was seine berechtigung aus sich selbst heraus bezieht, sondern ein resultat der struktur der sprache und dem drang zu vereinfachung des wahrgenommenen. diese struktur des denkens ist ja auch nicht nur von übel, sondern erleichtert uns einfach das alltägliche sein.

es gibt ja durchaus auch denktraditionen bzw. traditionen eines geistigen zustandes, die versuchen gerade diesen dualismus im denken aufzuheben, um eine "tiefergehende" erfahrung dessen was ist herbeizuführen. ein beispiel wäre der zen-buddhismus, der ähnlich wie bima oft von einem wissen durch nichtwissen zu berichten weiß.

ähnlich wie bei der von tommy angesprochenen intuition scheint es so möglichkeiten zu geben ohne beweisführung etwas zu erlangen, was sehr hilfreich ist, um mit dem wahrgenommenen umzugehen.

für menschen, die wie wir in einem europäischen geprägten, kulturellen umfeld großgeworden sind, ist der zugang dazu natürlich verdammt erschwert. trotzdem hat meiner ansicht nach beides seinen wert.
 
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